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Glen Scotia

Übersetzung: Tal der Schotten                

Region: Campbeltown


Totgesagte leben länger.

Glen Scotia ist tot, es gibt die Destillerie nicht mehr. Sollte man zumindest meinen -  so oft und so lange, wie die Brennerei schon im Sterben lang. Immer wieder war sie im Laufe ihres langen Lebens geschlossen und es sah nach dem endgültigen Ende aus. Und immer wieder ging es dann irgendwann irgendwie doch weiter. So ist Glen Scotia heute neben Springbank die einzige Überlebende der rund 30 Destillerien, die es um 1900 in Campbeltown gab. 
In den Mauern der Brennerei soll es übrigens einen weiteren Untoten geben. Der Geist des unglücklichen Duncan McCallum, so heißt es, gehe dort um. Der ehemalige Besitzer der Destillerie hatte sich, nachdem er Pleite gegangen war, ertränkt. Im nah gelegenen Crosshill Loch - aus dem Glen Scotia bis heute das Wasser bezieht.

 

Ein bisschen Geschichte

Glen Scotia wurde 1832 von Steward, Galbraith & Co. gegründet. 
Seitdem hat die Brennerei eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Es gab zahlreiche Eigentümer und immer wieder Phasen, in denen über Jahre nicht produziert wurde. 
1919 ging die Destillerie an die West Highland Malt Distillers Ltd. (W.H.M.D.), die bereits mehrere Brennereien auf der Halbinsel Kintyre besaßen, auf der auch Campbeltown liegt. Schon wenige Jahre später ging die Firma bankrott und alle ihre Destillerien wurden geschlossen. (Neben Glen Scotia auch Glengyle, Dalintober, Kinloch und Ardlussa)
Der 1924 unternommene Rettungsversuch des ehemaligen Direktors Duncan MacCallum, endete mit dessen Selbstmord und der erneuten Schließung der Destillerie. 
In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Besitzer häufig.
Von 1979 bis 1982, unter der Leitung von A. Gillies & Co., produzierte die Brennerei wegen umfassender Renovierungsarbeiten nur eingeschränkt
1984 wurde Glen Scotia trotz erfolgter Modernisierung geschlossen. 
1989 ging die Destillerie an Gibson International und wurde wiedereröffnet. Aber auch Gibson scheiterte und musste 1994 Konkurs anmelden. Glen Scotia wurde eingemottet.
Glen Catrine Bonded Warehouse kaufte die Konkursmasse, bestehend aus der Brennerei und dem gelagerten Whisky. 1999 wurde die Produktion wieder aufgenommen. 
Seit Jahr 2000 arbeitet Glen Scotia unter der Führung der Loch Lomond Distillery Co.

 

Was habe ich da eigentlich im Glas?

Glen Scotias Malts lassen deutlich ihre Heimat an der Küste erkennen. Die Whiskys schmecken nach Seeluft, Salz und frischer Brise.

 

3 Gründe, Glen Scotia zu lieben

1)    Weil frische Nordseeluft einfach gut tut.
2)    Weil so viel Überlebenswille Respekt verdient.
3)    Weil es erst vorbei ist, wenn es vorbei ist.

 

Der eine Dram für die einsame Insel

Über das Flaschen-Design mag man streiten – aber die16-jährige Originalabfüllung ist ein wunderbarer Campbeltown–Malt: Voll, würzig und mit frischer Seebrise. 

 

Zahlen & Fakten

Adresse: 12 High Street, Campbeltown, Argyll, PA 28 6DS
Gegründet: 1832 von Stewart, Galbraith & Co    
Status: aktiv        
Besitzer: Loch Lomond Distillery Co
Kapazität: ca. 750.000 Liter
1 wash still (16.000 l)
1 spirit still (12.000 l)
Wasser: Crosshill Loch
Visitor Centre:    -
Telefon: +44 (0)1586 / 552288
Website: www.glenscotia-distillery.co.uk

Übersetzung: Tal der Schotten                 Region: Campbeltown Totgesagte leben länger. Glen Scotia ist tot, es gibt die Destillerie nicht mehr. Sollte man zumindest meinen -... mehr erfahren »
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Glen Scotia

Übersetzung: Tal der Schotten                

Region: Campbeltown


Totgesagte leben länger.

Glen Scotia ist tot, es gibt die Destillerie nicht mehr. Sollte man zumindest meinen -  so oft und so lange, wie die Brennerei schon im Sterben lang. Immer wieder war sie im Laufe ihres langen Lebens geschlossen und es sah nach dem endgültigen Ende aus. Und immer wieder ging es dann irgendwann irgendwie doch weiter. So ist Glen Scotia heute neben Springbank die einzige Überlebende der rund 30 Destillerien, die es um 1900 in Campbeltown gab. 
In den Mauern der Brennerei soll es übrigens einen weiteren Untoten geben. Der Geist des unglücklichen Duncan McCallum, so heißt es, gehe dort um. Der ehemalige Besitzer der Destillerie hatte sich, nachdem er Pleite gegangen war, ertränkt. Im nah gelegenen Crosshill Loch - aus dem Glen Scotia bis heute das Wasser bezieht.

 

Ein bisschen Geschichte

Glen Scotia wurde 1832 von Steward, Galbraith & Co. gegründet. 
Seitdem hat die Brennerei eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Es gab zahlreiche Eigentümer und immer wieder Phasen, in denen über Jahre nicht produziert wurde. 
1919 ging die Destillerie an die West Highland Malt Distillers Ltd. (W.H.M.D.), die bereits mehrere Brennereien auf der Halbinsel Kintyre besaßen, auf der auch Campbeltown liegt. Schon wenige Jahre später ging die Firma bankrott und alle ihre Destillerien wurden geschlossen. (Neben Glen Scotia auch Glengyle, Dalintober, Kinloch und Ardlussa)
Der 1924 unternommene Rettungsversuch des ehemaligen Direktors Duncan MacCallum, endete mit dessen Selbstmord und der erneuten Schließung der Destillerie. 
In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Besitzer häufig.
Von 1979 bis 1982, unter der Leitung von A. Gillies & Co., produzierte die Brennerei wegen umfassender Renovierungsarbeiten nur eingeschränkt
1984 wurde Glen Scotia trotz erfolgter Modernisierung geschlossen. 
1989 ging die Destillerie an Gibson International und wurde wiedereröffnet. Aber auch Gibson scheiterte und musste 1994 Konkurs anmelden. Glen Scotia wurde eingemottet.
Glen Catrine Bonded Warehouse kaufte die Konkursmasse, bestehend aus der Brennerei und dem gelagerten Whisky. 1999 wurde die Produktion wieder aufgenommen. 
Seit Jahr 2000 arbeitet Glen Scotia unter der Führung der Loch Lomond Distillery Co.

 

Was habe ich da eigentlich im Glas?

Glen Scotias Malts lassen deutlich ihre Heimat an der Küste erkennen. Die Whiskys schmecken nach Seeluft, Salz und frischer Brise.

 

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1)    Weil frische Nordseeluft einfach gut tut.
2)    Weil so viel Überlebenswille Respekt verdient.
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