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Irland

Tradition und Konzentration

Keine Frage, Irland und Whiskey (mit „e“!), das hat eine lange Tradition. Die Iren beanspruchen für sich sogar, den Whiskey erfunden zu haben. Wenn das so ist, dann haben wir ihn perfektioniert - sagen die Schotten. Wie auch immer: Der irische Whiskey ist in der Regel weicher und milder als sein schottischer Nachbar. Was mehrere Gründe hat. Zum einen wird irischer Malt im Gegensatz zum schottischen dreifach gebrannt. Das macht das Destillat reiner und frischer („charakterschwächer“, monieren die Schotten...). Zum anderen wird in Irland üblicherweise ungetorftes Malz verwendet, weshalb dem irischen Whiskey die Rauchnote fehlt.

Für manch einen vielleicht überraschend ist, dass das traditionelle Whiskeyland Irland nur sehr wenige Destillerien hat. Über lange Zeit sogar nur zwei: Midleton in der Republik Irland und Bushmills im Norden. Unter deren Dächern wurde und wird (anders als in Schottland) nicht nur Single Malt produziert, sondern aus verschiedenen Getreidesorten in unterschiedlichen Brennverfahren eine Vielzahl von Whiskeys. Tullamore Dew, Powers, Paddy, Jameson, Midleton Very Rare – sie alle kommen aus der New Midleton Distillery im County Cork, die 1975 nach Zusammenschluss der irischen Whiskeybrenner zur „Irish Distillers Group“errichtet wurde. 

Erst 1987 schuf John Teeling mit seiner Cooley Destillerie eine weitere irische Brennerei.  Von dort kommen seither Whiskeys wie der Connemara, Kilbeggan oder Locke’s. Und einigen in jüngster Zeit neu errichteten Destillerien wie West Cork (2004), Dingle (2012), Glendalough (2014) oder Teeling (2015) sieht der irische Whiskey nun wieder wirklich goldenen Zeiten entgegen. Seien wir gespannt.

Eine irische Besonderheit

Etwas typisch Irisches fällt sofort ins Auge: Die Iren schreiben ihr Destillat, im Gegensatz zum schottischen Whisky, mit einem zusätzlichen „e“: Whiskey.

Darüber hinaus verfügt Irland aber auch über eine spezielle eigene Kategorie, den Pure Pot Still Whiskey. Das kam so: In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Irland eine hohe Malzsteuer eingeführt. Das zwang die irischen Brenner, Whiskey auch aus teilweise ungemälzter Gerste in ihren klassischen Brennblasen zu brennen. Was dabei heraus kam, heißt „Pot Still“ und ist heute in nahezu allen Blends aus Irland mal mehr, mal weniger enthalten. Unverschnittener Pure Pot Still, dieser vielleicht irischste aller Whiskeys, wird heute noch repräsentiert in den Marken Redbreast und Green Spot bzw. Yellow Spot.

So schmeckt Irland

Natürlich gibt es auch unter den irischen Whiskeys große geschmackliche Unterschiede. Aber eines verbindet sie doch: eine feine fruchtige Note mit zarter Süße. Selbst ein nach schottischem Vorbild gebrannter irischer Malt wie der Connemara hat sie, diese feine Blumigkeit unter seiner Rauchnote. Apropos Rauch: Den findet man in Irish Whiskeys sonst üblicherweise nicht.

Probiertipps: Irische Klassiker...

Der Bushmills Malt aus dem nordirischen County Antrim ist zweifellos DER Klassiker unter den Irish Whiskeys. Lange Zeit hielt er sogar als einziger die Fahne des irischen Malt Whiskeys hoch. Die auf allen Flaschen herausgestellte Jahreszahl 1608 bezeichnet zwar nicht das Alter der Destillerie, sondern das Jahr, in dem König James I. der Region um Bushmills eine Brennlizenz erteilte. Aber mit einem Gründungsdatum von 1784 hat man ja trotzdem einiges an Tradition vorzuweisen.

... und unser Geheimtipp

Die exzellenten Whiskeys der Teeling Whiskey Company sind wahre Perlen – und noch ein echter Geheimtipp. Erst seit 2012 bieten Jack und Stephen, Söhne des Cooley Distillers-Gründers John Teeling, unter dem Namen Teeling Whiskey ausgewählte, feine Blended-, Grain- und Single Malt Whiskeys an. Noch werden diese nicht in der eigenen Destillerie gebrannt. Aber bald ist es soweit:  Im Jahr 2015 eröffneten die Teelings eine Brennerei im Herzen Dublins. Nur einen Steinwurf entfernt von dort, wo ihr Vorfahre Walter Teeling 1782 einst seine Destillerie errichtet hatte und alles begann...

Tradition und Konzentration Keine Frage, Irland und Whiskey (mit „e“!), das hat eine lange Tradition. Die Iren beanspruchen für sich sogar, den Whiskey erfunden zu haben. Wenn das so ist, dann... mehr erfahren »
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Irland

Tradition und Konzentration

Keine Frage, Irland und Whiskey (mit „e“!), das hat eine lange Tradition. Die Iren beanspruchen für sich sogar, den Whiskey erfunden zu haben. Wenn das so ist, dann haben wir ihn perfektioniert - sagen die Schotten. Wie auch immer: Der irische Whiskey ist in der Regel weicher und milder als sein schottischer Nachbar. Was mehrere Gründe hat. Zum einen wird irischer Malt im Gegensatz zum schottischen dreifach gebrannt. Das macht das Destillat reiner und frischer („charakterschwächer“, monieren die Schotten...). Zum anderen wird in Irland üblicherweise ungetorftes Malz verwendet, weshalb dem irischen Whiskey die Rauchnote fehlt.

Für manch einen vielleicht überraschend ist, dass das traditionelle Whiskeyland Irland nur sehr wenige Destillerien hat. Über lange Zeit sogar nur zwei: Midleton in der Republik Irland und Bushmills im Norden. Unter deren Dächern wurde und wird (anders als in Schottland) nicht nur Single Malt produziert, sondern aus verschiedenen Getreidesorten in unterschiedlichen Brennverfahren eine Vielzahl von Whiskeys. Tullamore Dew, Powers, Paddy, Jameson, Midleton Very Rare – sie alle kommen aus der New Midleton Distillery im County Cork, die 1975 nach Zusammenschluss der irischen Whiskeybrenner zur „Irish Distillers Group“errichtet wurde. 

Erst 1987 schuf John Teeling mit seiner Cooley Destillerie eine weitere irische Brennerei.  Von dort kommen seither Whiskeys wie der Connemara, Kilbeggan oder Locke’s. Und einigen in jüngster Zeit neu errichteten Destillerien wie West Cork (2004), Dingle (2012), Glendalough (2014) oder Teeling (2015) sieht der irische Whiskey nun wieder wirklich goldenen Zeiten entgegen. Seien wir gespannt.

Eine irische Besonderheit

Etwas typisch Irisches fällt sofort ins Auge: Die Iren schreiben ihr Destillat, im Gegensatz zum schottischen Whisky, mit einem zusätzlichen „e“: Whiskey.

Darüber hinaus verfügt Irland aber auch über eine spezielle eigene Kategorie, den Pure Pot Still Whiskey. Das kam so: In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Irland eine hohe Malzsteuer eingeführt. Das zwang die irischen Brenner, Whiskey auch aus teilweise ungemälzter Gerste in ihren klassischen Brennblasen zu brennen. Was dabei heraus kam, heißt „Pot Still“ und ist heute in nahezu allen Blends aus Irland mal mehr, mal weniger enthalten. Unverschnittener Pure Pot Still, dieser vielleicht irischste aller Whiskeys, wird heute noch repräsentiert in den Marken Redbreast und Green Spot bzw. Yellow Spot.

So schmeckt Irland

Natürlich gibt es auch unter den irischen Whiskeys große geschmackliche Unterschiede. Aber eines verbindet sie doch: eine feine fruchtige Note mit zarter Süße. Selbst ein nach schottischem Vorbild gebrannter irischer Malt wie der Connemara hat sie, diese feine Blumigkeit unter seiner Rauchnote. Apropos Rauch: Den findet man in Irish Whiskeys sonst üblicherweise nicht.

Probiertipps: Irische Klassiker...

Der Bushmills Malt aus dem nordirischen County Antrim ist zweifellos DER Klassiker unter den Irish Whiskeys. Lange Zeit hielt er sogar als einziger die Fahne des irischen Malt Whiskeys hoch. Die auf allen Flaschen herausgestellte Jahreszahl 1608 bezeichnet zwar nicht das Alter der Destillerie, sondern das Jahr, in dem König James I. der Region um Bushmills eine Brennlizenz erteilte. Aber mit einem Gründungsdatum von 1784 hat man ja trotzdem einiges an Tradition vorzuweisen.

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Die exzellenten Whiskeys der Teeling Whiskey Company sind wahre Perlen – und noch ein echter Geheimtipp. Erst seit 2012 bieten Jack und Stephen, Söhne des Cooley Distillers-Gründers John Teeling, unter dem Namen Teeling Whiskey ausgewählte, feine Blended-, Grain- und Single Malt Whiskeys an. Noch werden diese nicht in der eigenen Destillerie gebrannt. Aber bald ist es soweit:  Im Jahr 2015 eröffneten die Teelings eine Brennerei im Herzen Dublins. Nur einen Steinwurf entfernt von dort, wo ihr Vorfahre Walter Teeling 1782 einst seine Destillerie errichtet hatte und alles begann...

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Glendaloughs Single Malt Whisky reifte für sieben Jahre in amerikanischen exBourbonfässern und wurde anschließend in irischen Porter Bierfässern nachgereift. Die Zahl sieben ist unweigerlich mit Glendalough verbunden, denn es ist die...
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Die Jungs von Glendalough sind bekannt für ihre Experimentierfreudigkeit - und so reifte dieser Single Malt Whiskey zunächst in exBourbon-Barrels aus amerikanischer Eiche und erhielt anschließend ein Finish in Puncheon Barrels aus...
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