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Abducted Malt Whisky

Steckbrief: Der Abducted Malt Whisky im Überblick

  • Schottisch-spanische Verbindung: In Schottland destilliert, in Jerez gereift
  • Ungewöhnliche Reiseroute: Ein Malt mit besonderer Geschichte
  • Sieben Jahre Reifung: Gereift im Solera- und Criaderas-Verfahren
  • Sherryfaßreifung: In ehemaligen Amontillado-, Oloroso- und Pedro-Ximénez-Fässern
  • Limitiert: Nur 715 Flaschen werden jährlich abgefüllt

Porträt: Was den Abducted Malt Whisky ausmacht

Abducted Malt Whisky - wenn Whisky einfach mal ausbüxt…
Manche Whiskys bleiben brav dort, wo sie geboren wurden. Der Abducted Malt Whisky gehört eindeutig nicht dazu. Sein Name bedeutet auf Englisch „entführt“ - und genau das ist hier Programm: Ein schottischer New-Make-Malt wird kurzerhand aus seiner Heimat entführt und macht sich auf den Weg ins spanische Jerez de la Frontera. Fernweh beim Whisky? Offenbar schon im Faß.

Dort übernimmt die traditionsreiche Bodega Sánchez Romate Hnos. S.A. das Kommando. Das Unternehmen aus Jerez wurde bereits 1781 gegründet und gehört damit zu den alteingesessenen Häusern der Region. Statt schottischer Highlands wartet auf den jungen Malt nun also das andalusische Klima - und eine ganz besondere Form der Reifung.

Denn der Abducted Malt verbringt insgesamt sieben Jahre in einem System aus Solera und Criaderas. Dieses traditionelle Verfahren ist eng mit der Sherry-Herstellung verbunden und sorgt dafür, daß verschiedene Faßgenerationen miteinander verbunden werden. Für den Whisky bedeutet das: Er reift in einer Reihe von Fässern, die zuvor Amontillado-, Oloroso- und Pedro-Ximénez-Sherry beherbergt haben. Ein ziemlich ungewöhnlicher Lebenslauf für einen Whisky, der einst als schottischer New-Make-Spirit gestartet ist.

Abgefüllt wird der Abducted Malt mit 40%vol. in der klassischen 0,7-Liter-Flasche. Und weil Entführungen bekanntlich nicht im Akkord stattfinden, bleibt die jährliche Menge überschaubar: Gerade einmal 715 Flaschen pro Jahr verlassen Jerez.

So vereint der Abducted Malt zwei Whiskywelten auf ungewöhnliche Weise: schottische Herkunft trifft auf andalusische Reifekultur. Oder, etwas salopper gesagt: Der Whisky kam aus Schottland - und blieb einfach länger in Spanien, als ursprünglich geplant.

Ein Blended Malt mit einer ziemlich ungewöhnlichen Reiseroute. Und einer Geschichte, bei der man sich unweigerlich fragt: Wer hat hier eigentlich wen entführt?

Tasting Notes: So schmeckt der Abducted Malt Whisky

  • Aroma: Weich und cremig in der Nase. Dunkle Beeren und reifes dunkles Steinobst treffen auf feine Trockenfrüchte. Insgesamt wirkt das Aroma warm, rund und angenehm ausgewogen.
  • Geschmack: Mundfüllend und weich mit einer schönen Harmonie. Die fruchtigen Eindrücke aus der Nase setzen sich fort und werden von würzigen Noten begleitet. Das Zusammenspiel wirkt ausgewogen und geschmeidig, ohne dass sich einzelne Aromen in den Vordergrund drängen.
  • Abgang: Weich und rund mit mittlerer Länge. Reife Beeren bleiben präsent, begleitet von einer angenehmen Sherry-Süße. Der Abgang klingt ruhig und harmonisch aus.

Abfüller: Sanchez Romate HNOS. S.A.
Alkoholgehalt: 40%vol.
Farbstoff: mit Farbstoff
Fassart (Typ): exSherry
Flascheninhalt: 0,7l
Hersteller: Sanchez Romate HNOS. S.A., Calle Lealas 26, 11404 Jerez de la Frontera, Cádiz, Spanien
Land: Spanien
Produktart: Blended Malt
Produktkategorie: Whisky
Produktmarke: Sanchez Romate HNOS. S.A.
Rauch: nicht rauchig
Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer: Sanchez Romate HNOS. S.A., Calle Lealas 26, 11404 Jerez de la Frontera, Cádiz, Spanien

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6. März 2021 06:57

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