Lochside

Übersetzung: Gegend am See
Region: (Östliche) Highlands


Gibt’s nicht? Gibt’s doch.

Ein „Single Blend“ - was soll das sein? Eigentlich etwas, das es in Schottland nicht gibt. Denn ein Blend wird aus verschiedenen Whiskys, Malt und Grain, “gemischt“. Wogegen ein Single aus nur einer einzigen Destillerie kommt. Und doch konnte die längst geschlossene Lochside Distillery ein exotisches Unikat namens Single Blend anbieten. Denn eine kurze Zeit lang wurde in der Brennerei ungewöhnlicherweise Grain- und Malt-Whisky produziert und gemeinsam ins Fass gebracht. Zwei verschiedene Whiskys – aber aus ein und derselben Destillerie. Das Ergebnis, der Lochside Single Blend, ist leider so rar, dass es nur den wenigsten vergönnt ist, ihn zu probieren. Schade.


Ein bisschen Geschichte

Die hier beschriebene Lochside Distillery ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Brennerei, die zwischen 1830 und 1852 in Campbeltown stand.
Die neue Lochside Brennerei wurde erst 1957 von Josef Hobbs im Ort Montrose in den östlichen Highlands gegründet. Hierzu ließ Hobbs die stillgelegte Deuchars-Brauerei umbauen, die schon Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet worden war. Anfänglich wurde bei Lochside Grain Whisky produziert. Später installierte man neben der hierfür eingesetzten röhrenförmigen Coffey Still auch vier traditionelle Pot Stills zur Herstellung von Malt Whisky. Lochside war damit die einzige Destillerie, die einen „Single Blend“ anbieten konnte. Also einen Whisky, der Malt und Grain aus nur einer einzigen Brennerei enthält. Die Grain-Produktion wurde nach einiger Zeit jedoch eingestellt.
1973 übernahm das spanische Unternehmen Destilerias y Crianza del Whisky (DYC) Lochside. 1992 wurde die Brennerei geschlossen und 1994 an Allied Domecq verkauft. Die ließen 1999 zunächst das Lagerhaus abreißen, 2005 schließlich auch die restlichen Gebäude.


Was habe ich da eigentlich im Glas?

Weich, rund und ausbalanciert? Nein. Der Lochside-Malt hat einen eher ungewöhnlichem Charakter. Mal kraftvoll bis scharf, mal eher flüchtig, stehen hier unterschiedlichste Eindrücke nebeneinander: Pflaume, Vanille, Schokolade, Johannisbeere, Gewürze, Eichenholz... Spannend. 


3 Gründe, Lochside zu lieben

1) Weil diese Destillerie einzigartig war.
2) Weil man es nicht jedem recht machen muss.
3) Weil die Destillerie wie eine trutzige alte Burg aussah.


Der eine Dram für die einsame Insel

Einen der exotischen Lochside Single Blends zu bekommen ist mittlerweile leider nahezu unmöglich und nur mit hohem finanziellen Aufwand denkbar. Die wenigen Abfüllungen datieren aus den 60er-Jahren. Unter den - ebenfalls nicht mehr leicht erhältlichen - Lochside-Malts sind die kraftvollen, puren Abfüllungen aus der Raw Cask-Serie von Blackadder besonders interessant.


Zahlen & Fakten

Adresse: (ehemals) Brechin Road, Montrose, Angus DD10 9AD
Gegründet: 1957 von Josef Hobbs
Status: abgerissen
Besitzer: (zuletzt) Allied Domecq
Kapazität: ehemalige Jahresproduktion unbekannt
1 Coffey still
2 Wash stills (20.000 l)
2 Spirit stills (20.000 l)
Wasser: (ehemals) eigener Grundwasserbrunnen auf dem Gelände
Visitor Centre: -
Telefon: -
Website:  -

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Lochside

Übersetzung: Gegend am See
Region: (Östliche) Highlands


Gibt’s nicht? Gibt’s doch.

Ein „Single Blend“ - was soll das sein? Eigentlich etwas, das es in Schottland nicht gibt. Denn ein Blend wird aus verschiedenen Whiskys, Malt und Grain, “gemischt“. Wogegen ein Single aus nur einer einzigen Destillerie kommt. Und doch konnte die längst geschlossene Lochside Distillery ein exotisches Unikat namens Single Blend anbieten. Denn eine kurze Zeit lang wurde in der Brennerei ungewöhnlicherweise Grain- und Malt-Whisky produziert und gemeinsam ins Fass gebracht. Zwei verschiedene Whiskys – aber aus ein und derselben Destillerie. Das Ergebnis, der Lochside Single Blend, ist leider so rar, dass es nur den wenigsten vergönnt ist, ihn zu probieren. Schade.


Ein bisschen Geschichte

Die hier beschriebene Lochside Distillery ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Brennerei, die zwischen 1830 und 1852 in Campbeltown stand.
Die neue Lochside Brennerei wurde erst 1957 von Josef Hobbs im Ort Montrose in den östlichen Highlands gegründet. Hierzu ließ Hobbs die stillgelegte Deuchars-Brauerei umbauen, die schon Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet worden war. Anfänglich wurde bei Lochside Grain Whisky produziert. Später installierte man neben der hierfür eingesetzten röhrenförmigen Coffey Still auch vier traditionelle Pot Stills zur Herstellung von Malt Whisky. Lochside war damit die einzige Destillerie, die einen „Single Blend“ anbieten konnte. Also einen Whisky, der Malt und Grain aus nur einer einzigen Brennerei enthält. Die Grain-Produktion wurde nach einiger Zeit jedoch eingestellt.
1973 übernahm das spanische Unternehmen Destilerias y Crianza del Whisky (DYC) Lochside. 1992 wurde die Brennerei geschlossen und 1994 an Allied Domecq verkauft. Die ließen 1999 zunächst das Lagerhaus abreißen, 2005 schließlich auch die restlichen Gebäude.


Was habe ich da eigentlich im Glas?

Weich, rund und ausbalanciert? Nein. Der Lochside-Malt hat einen eher ungewöhnlichem Charakter. Mal kraftvoll bis scharf, mal eher flüchtig, stehen hier unterschiedlichste Eindrücke nebeneinander: Pflaume, Vanille, Schokolade, Johannisbeere, Gewürze, Eichenholz... Spannend. 


3 Gründe, Lochside zu lieben

1) Weil diese Destillerie einzigartig war.
2) Weil man es nicht jedem recht machen muss.
3) Weil die Destillerie wie eine trutzige alte Burg aussah.


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Einen der exotischen Lochside Single Blends zu bekommen ist mittlerweile leider nahezu unmöglich und nur mit hohem finanziellen Aufwand denkbar. Die wenigen Abfüllungen datieren aus den 60er-Jahren. Unter den - ebenfalls nicht mehr leicht erhältlichen - Lochside-Malts sind die kraftvollen, puren Abfüllungen aus der Raw Cask-Serie von Blackadder besonders interessant.


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1992 wurde die Highland-Destillerie Lochside leider geschlossen - zu allem Überfluß brannte sie dann 2005 nieder. Die Single Malts dieser Destillerie begeistern noch heute - delikate, fruchtige Whiskies wurden hier gebrannt. Aroma:...
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